Meine Urlaubserinnerungen? Pflanzen natürlich!

Es gibt wirklich kaum etwas Erholsameres als sich in der freien Natur zu bewegen. Die Sinne öffnen sich und der Geist klart langsam auf, wo vorher die Dunstglocke des Alltags den Blick verstellte. Während und nach einer Wandertour fühle ich mich wie ein anderer Mensch, unbeschwerter und natürlich. Die Natur sorgt dafür, dass Anstrengungen belebend wirken. Wer nicht einfach nur durch die sie hindurchwandern will, sondern aktiv mit ihr arbeiten, sollte es mir gleichtun und dabei helfen, bedrohte Pflanzenarten in ihrem natürlichen Raum zu schützen.

Bei einem Urlaub im Allgäu bietet sich reichlich Gelegenheit, in den Randgebieten menschlichen Wirtschaftens dafür zu sorgen, dass die Fauna auch für spätere Generationen erhalten bleibt. Das Pflanzen bedrohter Arten ist dabei lediglich ein weiterer guter Grund sich in die Natur zu begeben. Wesentlich anstrengender als eine lange Wandertour ist es zudem auch nicht. Die Auseinandersetzung mit dem natürlichen Inventar bringt viele neue Aspekte in die eigene Wahrnehmung mit ein, welche beim bloßen durchziehen kaum präsent sind. Der Umstand, dass der eigene Aufenthalt sich in die Landschaft einfügt, also nicht umherwandert, ist beim Beobachten der Fauna hilfreich. Tiere fliehen nicht verschreckt vor einem, weil man kaum krach macht und eben Teil des Lebensraumes geworden ist.

Auch ein Urlaub im Reisengebirge kann einem dabei helfen, ein Gespür für den ursprünglichen Zustand der Fauna zu entwickeln. Zwar gilt es als Kulturlandschaft, dies Label existiert aber bereits seit mehr als hundert Jahren und bezieht sich auf die 3000 km Wanderwege, welche bereits vor langer Zeit angelegt wurden. Also keine Angst, Sie werden nicht lauter Pavillons mit Wintergartenmarkisen am Wegesrand vorfinden. Natürlich gibt es auch hier Bedarf an Naturschutz. Allerdings ist dieser dann eher als präventiv anstatt regenerativ anzusehen. Besonders die 500 km Wanderweg in den höchsten Lagen, bis 1600 Meter, können als weitestgehend intakt gelten.

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